Gleich zu Beginn möchte ich eine Warnung in eigener Sache aussprechen. Dieser Eintrag wird sentimental. Sehr sogar. Oh ja! Und da ich, was Gefühlsbekundungen angeht eher in der Bezirksliga spiele, wird es diesmal noch ein wenig triefiger, als man es sowieso schon gewohnt ist, aber da muss man eben jetzt mal durch. Denn dies ist mein letzter Eintrag, den ich aus Paris heraus schreibe. Und gleichzeitig war dies der schwerste. So, cela dit, wollen wir doch mal.
Achtung! Dieser Eintrag ist NSFW! Das heisst “Not Safe For Work” (langsam kenne ich mich nämlich aus!), also, wenn ihr denkt, die folgenden Bilder nur ungern “Eurer Oma, Euren Kindern oder Euren Arbeitskollegen” zeigen zu wollen, dann spart Euch das Anklicken lieber für einen ruhigen Moment im stillen Kämmerlein auf! Read the rest of this entry »
Noch etwas, um mal ein wenig “pipol” (people - wie man hier in France den “Promi-Klatsch” bezeichnet) zu sein:
Zu den Parlamentswahlen selbst möchte ich nicht allzu viele Worte verlieren, nur dass ich es bedauerlich finde, dass die Konservativen unter Sarkozy tatsächlich nur die absolute Mehrheit gekriegt haben. Also, liebe UMP, die Weltherrschaft wäre schon auch machbar gewesen! Wieso sind da eigentlich alle enttäuscht?! Vor sechs Wochen brannten noch Boutiquen im vierten und elften Arrondissement nachdem Sarko Président wurde und jetzt findet es ganz Frankreich voll schade, dass er tatsächlich keine ¾-Mehrheit unter seiner Fuchtel hat. Die Armen!
Nun zu den echt dicken Nachrichten! Es geht um Ségo und François.
So, meine Damen, durchatmen, nach dieser ganzen gefühlsbetonten Kinder Bueno-Kacke werden jetzt mal andere Seiten aufgezogen. Heute ist Tag des Arschlochs und ich werde jetzt eines sein. Und zwar mit Vergnügen.
Diesen Beitrag widme ich allen Feministinnen, die das gesamte vergangene Jahrhundert damit zugebracht haben, im Namen der “Rechte der Frauen” ihre wertvolle Zeit zu verschwenden. Leider sieht es so aus, als würden sie dasselbe auch im 21. Jahrhundert versuchen… Kommt schon, zieht Euch aus (naja, dies gilt nicht für alle… harharhar! Aber ich ziehe mich ja auch nicht einfach so aus.) und macht Euch das Leben einfach! Dann werdet ihr vielleicht auch so toll wie Barbarella! Und wir haben endlich unsere Ruhe und können Karriere machen. Und würden unser Abendessen von Barbarellas serviert bekommen.
Wir schreiben das Jahr 40000. Die Menschheit, nein, die gesamte Galaxis hat dem Krieg entsagt und lebt in Frieden. Liebe beherrscht die Gedanken seiner Bewohner.
Inmitten dieser Welt der Liebe und des Friedens lebt Barbarella, Astronavigatrice der Galaktischen Flotte der Republik Erde. Eigentlich ist sie ja Wissenschaftlerin, mag Schokolade und genießt es mit ihrem plüschstaffierten Raumschiff durch die Weiten des Weltalls zu segeln. Doch der Präsident der Republik Erde hat einen großen und wichtigen Auftrag für sie: “Finde Durand Durand!”
Jaja, ich weiß. Schon so lange wurde hier nichts mehr geschrieben und jetzt kommt sowas. Tja, c’est la vie, wie man so schön sagt. Und weil meine Lebenszeit in Paris von Tag zu Tag wertvoller wird, gibt es hier jetzt mal wieder nur ein YouTube-Video… Für große Reden habe ich gerade weder Zeit noch Lust.
Ich musste lächeln. Sonst fällt mir das Lächeln hier gerade etwas schwer. Gruß nach München!
ES hat mich darauf aufmerksam gemacht.
Tja, tut mir wirklich leid, aber heute ist es ausnahmsweise mal Zeit für ein wenig Balkanpop!
Bei den folgenden Videos wünsche ich mir besonders, dass sie sich Stefan und Christoph in voller Länge (das bedeutet inklusive Videos, meine Guten!) antun. Nur weil ich weiß, dass es sie am wenigsten interessiert.
Was ganz Neues mit einem so genannten Sejo Boy mit Hoću Na Tvoje Rame (An Deiner Schulter Möchte Ich…)
Ja, ja, ich weiß, aber es ist mir sowas von scheißegal! Ich komme ja nicht umsonst gerade betrunken nach Hause…
Und weil’s so schön ist, noch zwei Stücke von Lepa Brena (die “Schöne Brena”…). Das ist von ganz damals: Read the rest of this entry »
Franzosen haben seltsame Ohren. Oder ich einen seltsamen Mund.
Länder, die bisher als mein Herkunftsland genannt wurden:
Top 5:
1) Deutschland (meistens liegen sie ja dann doch richtig…)
2) Schweiz (klingt charmanter, als es ist; Franzosen machen sich lustig über die Schweizer)
3) Vereinigte Staaten (das klingt noch nicht mal mehr charmant)
4) Schweden (einmal habe ich es sogar bejaht, aber nur weil es eine Monarchie ist)
5) Kanada (aus dem englischsprachigen Teil; wäre ja noch schöner)
Nach der Frustattacke von letzter Nacht kommt jetzt schon wieder etwas sehr viel besser gelauntes!
Ich war mit Franziska essen, in einem kleinen Restaurant bei ihr in der Nähe, in der Rue Mouffetard. “Nein! In der Rue Mouffetard!”, werden jetzt einige Extrem-Touristen brüllen. Die Sorte Touristen, die keine Touristen sind, sondern das Land “erfahren” möchten, “Freunde” sind. Die, die barfuß mit dem Klapprad durch Bhutan fahren und denken, das sei der einzig authentische Urlaub, den machen kann… Und dann zu Hause den Freunden beim Italiener vom Maden-Auflauf erzählen. “Schmeckt wie Hühnchen!” Read the rest of this entry »
So eine Scheiße!
Hier ist alles bald vorbei. Ich weiß inzwischen sogar schon, wann ich sowie meine Sachen abgeholt werden und nach München abtransportiert werden. Das ist zwar sehr schön, weil München sehr schön ist und Familie und Ihr da seid (naja, größtenteils). Aber, wenn ich ehrlich bin, finde ich es eigentlich tieftraurig.
Ich werde nicht in Paris bleiben. Aus vielen Gründen. Wieso auch nicht?!
So ein schöner Ort! So gut, so spannend! So witzig und seltsam! Wirklich, ich werde nicht müde, all das immer wieder laut zu sagen. Read the rest of this entry »
Also, wieso landen Menschen mit solchen Suchanfragen bei mir?! Was mache ich da nur falsch?
Aber die Idee gibt mir zu denken.
Einmal zum Essen für die interessierte Damenwelt (und die Herren), einmal zum Fahren für die interessierte Herrenwelt (und natürlich auch für die Damen).
Zuerst zum Essbaren, der Schokolade: Was ist denn da in Deutschland los?!
Während ich hier in Paris vollends in französischer Werbung aufgehe, scheint sich die deutsche Damenwelt schon seit einiger Zeit einer ganz neuen Werbekampagne ganz und gar hinzugeben. Und fällt dabei auch noch auf französisches Gesäusel herein.
Gerade lese ich in Stratégies, einem Fachblatt der “Werbe- und Medienwirtschaft”, dass sich seit etwa zwei Monaten eine neue Kampagne durch unser kleines Reich (ups…) pflanzt, welche die Herzen der Zielgruppe (”junge erwachsene Frauen”) im Sturm erobert. Ich meine die Kinder Bueno Kampagne. Für alle, die sie noch nicht kennen (und für alle “jungen erwachsenen Frauen”, die zur Zeit nicht in Allemagne weilen, Bueno jedoch trotzdem lecker finden), hier mal schnell das Video.
Das war doch mal ein nettes Wochenende. Ich war aus. Richtig aus.
Abgesehen von einem sehr kleinen Schlafdefizit, das sich auf verspätetes Hausaufgabenmachen zurückführen lässt, war schon der Freitag ein sehr schöner Tag. Englisch in der Früh, geschwänzt am Nachmittag. Dann bin ich am frühen Abend in das koreanische Kulturinstitut gegangen und habe mir eine Präsentation zur Eröffnung einer Ausstellung über hangul und sein typographisches Potenzial reingezogen. Leider habe ich etwa 40% verpasst, weil ich eingeschlafen bin. Wegen des Schlafdefizits, nicht wegen des Unterhaltungswertes, der (wahrscheinlich) sehr hoch war! Danach bin ich mit Rodolpho, Hannah und Mister P. in’s Bong gegangen, ein sehr nettes, kleines koreanisches Restaurant zwischen Eiffelturm und Montparnasse, im ziemlich schönen 15. Arrondissement.
Mr. P hat zum traditionellen Koreanischen Abend (naja, “traditionell”, weil es jetzt mein zweites Mal war) geladen und da wurde dann, ganz seinen russischen Wurzeln folgend, gefeiert. Soju, koreanischer Schnaps, floss in Strömen und Mr. P., dem an dieser Stelle für die freundliche Einladung gedankt sei, war sich auch nicht zu schade, Rodolpho und mich zum Trinken zu nötigen. Es dauerte ewig, bis wir begriffen haben, dass er mit “Scull it!” meinte, wir sollen es auf Ex trinken. Ich dachte lange Zeit, es wäre ein koreanischer Trinkspruch, à la “si-keul lib!” (meine koreanischen Leser mögen mir verzeihen), und habe es ihm jedes Mal mit höchstem Vergnügen entgegen geschmettert. Rodolpho, der noch verwirrter war als ich, passte sich diskret an und machte einfach mit. Mr. P., nun seinerseits verwirrt, dachte, es wäre etwas Deutsches und gab dem ganzen nun noch einen russischen Akzent. Wenige Trinksprüche später, saßen wir gemeinsam am Tisch und er rief uns plötzlich johlend zu: “Schiel Kaul Lippscht!”, ließ ein lautes “Scull it!” folgen und kippte sich seinen shot rein. Da begann ich zu zweifeln. Read the rest of this entry »
>>>Astrud Gilberto>>>Take me to Aruanda>>>
Nun, Leute, es ist mal wieder soweit. Ich schreibe mal wieder über irgendwas.
Das Thema heute ist: Moderne Architektur. Bebildert. Und musikalisch untermalt. Plus virtueller Stadtführung durch Brasilia am Schluß! Geht ganz schnell, versprochen! Read the rest of this entry »
Heute ist Europa Tag. Ein guter Tag.
Ich bin ja schon immer eher ein Freund der Europäischen Union gewesen und denke immer noch, dass sie die einzige Zukunft ist, die wir alle (damit meine ich alle…) haben. Auch wenn viele andere Europäer da leider anderer Meinung sind.
Zwar feiern wir heute nicht die Unterzeichnung der Römischen Verträge, die tatsächlich vor 50 Jahren stattgefunden hat (der Anlass für das Video), sondern vielmehr die Schuman-Erklärung, die den Grundstein für die spätere, 1957 gegründete, Europäische Gemeinschaft gelegt hat, nämlich die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Read the rest of this entry »
Ja, das war der Moment, als es die Franzosen auch mitgekriegt haben. Nachdem mal wieder die Schweizer und die Belgier schon vorher Bescheid wussten. Bevor ich auf das echte Problem näher eingehe, möchte ich es nicht missen, noch einmal kurz darauf aufmerksam zu machen, wie chic TF1 den Moment des Urteils der Verkündung gestaltet hat. Bilder von Menschen aus dem ganzen Land vereinen sich in dem Bild des neuen Präsidenten. Sehr schön.
Nun zu Sarkozy. Jetzt hat er es also geschafft. Unser machthungrige Monsieur Nicolas Sarkozy ist Präsident. Read the rest of this entry »
Viel Glück Frankreich. Bin sehr gespannt, wohin es geht. Fünf Jahre hat er jetzt Zeit zu zeigen, was er wirklich kann, was er wirklich will, wer er wirklich ist.
Naja, schön, dass er Le Pen auf seiner Seite hat, der gerade auf TF1 erklärt hat, dass “die Franzosen sich gegen eine sozialistische Katastrophe entschieden haben. La France et les Français d’abord!” Da kann Sarkozy ja richtig stolz sein.
“La nuit commence de tomber sur Paris”, sagt der Korrespondent von France2. Er hat ja so Recht.
Merci, Madame Royal.
Frankreich wählt. Ich höre jetzt schon die ersten hupend und feiernd durch die Straßen fahren. Ich habe mir auch schon die ersten Prognosen aus der Schweiz angetan. Aber vor allem muss ich meinen Wahlabend wohl alleine zu Hause vor dem Fernseher verbringen, weil ich es natürlich nicht auf die Reihe gebracht habe, mein Referat für morgen rechtzeitig fertig zu machen. Voll cool.
So habe ich mir den Wahltag nicht vorgestellt, als ich mich vor einem Jahr und vier Monaten für Paris beworben hatte.
Na großartig.
Ich schreibe dann morgen Abend, wenn bei mir alles vorbei ist (und hier auch alles schon längst gelaufen ist…), was “Nettes” hier hinein.

Tut mir leid. Etwas zu spät, aber es ist noch während des Wochenendes. Du wolltest ja eh durchfeiern (so wie sich das auch gehört!), also gilt das jetzt noch. Basta!
Liebe Lena, beste Lena, einzig wahre Lena! Alles Gute, nein, nur das Beste zu Deinem Geburtstag!



Was meinst Du?